Kostenlose gegen bezahlte Keyword-Tools – Ein Onlineshop-Betreiber probiert beides
Sandra betreibt einen Onlineshop für Hundezubehör und hat ein halbes Jahr damit verbracht, verschiedene Keyword-Tools zu testen. Ihr Budget war begrenzt – etwa 80 Euro pro Monat – und sie wollte herausfinden, ob sich kostenpflichtige Tools wirklich lohnen.
Kostenlose Tools – Was sie gebracht haben
Google Keyword Planner war ihr Startpunkt. Grundlegende Suchvolumen-Daten bekommt man dort kostenlos, wenn man ein Google Ads Konto hat. Sandra fand damit heraus, dass "Hundehalsband Leder" etwa 2.400 Suchanfragen pro Monat hat, "wasserfestes Hundehalsband" aber nur 320. Die Daten sind etwas ungenau – Google zeigt Bereiche statt exakte Zahlen – aber für die Orientierung reicht das.
Answer The Public hat ihr geholfen, Fragen zu finden. Leute suchen nach "welches Hundehalsband für Welpen" oder "wie Hundehalsband richtig einstellen". Diese Longtail-Keywords brachten ihr tatsächlich qualifizierten Traffic. Das Tool ist kostenlos für ein paar Suchanfragen pro Tag.
Ubersuggest in der Gratis-Version gab ihr drei Suchanfragen täglich. Genug, um ihre wichtigsten Produktkategorien zu analysieren. Sie notierte sich alles in einer Tabelle und arbeitete systematisch ihre Produktseiten durch.
Bezahlte Tools – Der Unterschied
Nach drei Monaten kaufte Sandra Ahrefs für 99 Dollar monatlich. Der Unterschied war spürbar. Sie sah genau, für welche Keywords ihre Konkurrenten rankten und welche davon realistisch erreichbar waren. Die Keyword-Schwierigkeit-Metrik half ihr, aussichtslose Kämpfe zu vermeiden.
Besonders nützlich: Die Content-Gap-Analyse. Sandra fand Keywords, für die drei ihrer Konkurrenten rankten, sie selbst aber nicht. "Hundehalsband mit Namen bestickt" – 590 Suchanfragen monatlich, mittlere Konkurrenz. Sie erstellte eine optimierte Produktseite und rankte nach fünf Wochen auf Position 7.
Das Tracking war präziser. Statt Schätzungen bekam sie tägliche Updates zu ihren Rankings. Sie konnte sehen, welche Optimierungen wirkten und welche nicht.
Nachteile beider Ansätze
Kostenlose Tools bedeuten mehr Handarbeit. Sandra verbrachte Stunden damit, Daten zusammenzutragen, die Ahrefs in Minuten lieferte. Außerdem fehlten ihr wichtige Metriken wie genaue Click-Through-Rates oder SERP-Features.
Bezahlte Tools waren teuer für ihr kleines Budget. 99 Dollar monatlich sind über 1.000 Euro im Jahr. Die Frage war: Bringt das genug zusätzlichen Umsatz? In Sandras Fall ja – sie verdiente etwa 800 Euro mehr pro Monat durch bessere Rankings. Aber in den ersten zwei Monaten sah sie kaum Resultate.
Ihre Empfehlung: Starten Sie mit kostenlosen Tools. Wenn Sie damit an Grenzen stoßen und bereits etwas Traffic haben, probieren Sie ein bezahltes Tool für einen Monat. Messen Sie konkret, was sich ändert.